Irland 2013 - Tag 5: Von Arthurtown nach Bantry

Von Arthurstown aus starteten wir, nach einem weiteren, sehr guten Frühstück, zur südlichen Küste zum dort angelegten Leuchtturm. Das Wetter war warm mit einem Sonne-Wolken-Mix, wie wir es schon aus den ersten Tagen kannten. Also wieder tolles Wetter!

Die Fahrt ging dann doch recht schnell, weil es eine neu ausgebaute Straße gab (Yeeehaaa). Er war rundum etwas abgeschottet, mit Museum und Shop für die klassischen Bus-Touris. Doch waren dort nur wenige Besucher zu finden. Die Küste hinter dem Turm war um einiges interessanter - felsiger Boden, der ins Meer führt. Als könne man dort unten weiter spatzieren gehen.

Südliche Küste nahe Arthurstown

Anschließend ging es mit der Wexford-Fähre durch die Bucht auf die andere Seite und von dort aus per Schnellstraße auf direktem Wege nach Cashel, wo wir einen Vorgeschmack auf die touristischeren Ecken Irlands bekamen (die eigentliche Touri-Hölle sollte an einem späteren Zeitpunkt folgen). 

Blick von der Wexford-Fähre 

Das sich in Restauration befindendende Castle - der Rock of Cashel - wollten wir dennoch nicht auslassen, da es eine interessante Geschichte hat. Die Burg liegt auf einem Berg und hat rundum einen weiten und guten Blick ins Tal. Ein strategisch wichtiger Vorteil im Mittelalter. 

Warum er berühmt ist? Der heilige Patrick - Irlands Schutzpatron himself, soll dort einen Bischofssitz errichtet haben. Bei der Zeremonie soll Patrick allerdings aus Versehen den Bischofsstab in den Fuß einer der Anwesenden gestoßen haben. Dieser ging jedoch davon aus, dass es sich um einen Teil des Rituals handelt und hat vorsichtshalber mal keinen Mucks von sich gegeben. 

Den Rock of Cashel konnte ich leider nur in einer einzigen Perspektive, ohne Sicht auf die Großbaustelle, fotografieren.

Rock of Cashel

Rock Of Cashel

Von Cashel aus und unserem kleinen Ausflug ins Landesinnere, fuhren wir zurück an die südliche Küste - nach Cobh. Vor langer, langer Zeit hieß dieser Ort „Cove“, abgeleitet von „Bucht“. 1849 besuchte Königin Viktoria con England das Örtchen und so wurde aus Cove das geschichtlich sehr bekannte Queenstown. So hieß der Ort bis 1922 und wurde dann aufgrund der Unabhängigkeit Irlands in den alten Namen umbenannt - dann aber mit der irischen Schreibweise „Cobh“. 

Queenstown hat wohl jeder schon mal irgendwie gehört, aber so richtig einordnen können es wohl wenige. Der Ort war der letzte Anlegeplatz der Titanic vor der ersten (und bekanntlich letzten) Reise über den Atlantik. Darüber kann man sich vor Ort einige Infos im Museum „Heritage Centre - the Queenstown Story“ holen. Und das ohne auch nur ein einziges Poster von Leonardo DiCaprio sehen zu müssen.

Anlegeplatz der Titanic

Titanic Monument

In Queenstown fassten wir den Entschluss bis zum Abend die Westküste zu erreichen.  Das bedeutete, dass noch einige Kilometer vor uns lagen und wir relativ wenig stoppten. Einen kleinen Schlenker machten wir dennoch. In dem kleinen Örtchen Dromberg, etwa auf der Hälfte des Weges zur Westküste, gab es Steinkreise aus der Zeit der Kelten. Diese sind überall auf der Insel zu finden, doch dieser ist einer von der größeren Sorte. 

Nachdem wir uns erst einmal verfuhren und uns ein zunächst verwirrter, dann amüsierter irischer Farmer gutmütig mit einem Quätscherchen aufhielt, fanden wir die Steinkreise und blieben ein paar Minuten dort (siehe Foto aus der Bordkamera). Die Aussicht hatte was - das muss man den Kelten lassen. Da hätte ich meine Steine wohl auch hingestellt.

The Irish Farmer

Dromberg Stone Circle

Gegen 10 Uhr erreichten wir dann Bantry, welches ungefähr in der Mitte der vier Halbinseln liegt. In Bantry würden wir zwei Nächte übernachten. Das dafür eigens ausgesuchte B&B Atlantic Shore war eine Empfehlung unseres Reiseführers. Da auch Tripadviser nur Gutes für das Haus übrig hatte, schlugen wir zu. 

Wie nennen die herzlichen Iren ihre Lieblingsgäste? Wie kommt es, dass wir plötzlich auf usnerer Irland-Reise in der Karibik landeten? Wo haben Maler ihre Impressionen her?

Und gibt es am Sheep‘s Head auch wirklich Schafe? 

Daniel Edlauer

Neuss, Neuss, Germany

Wedding & Portrait Photographer | Lust for Life | Always on the run for the perfect shot.