A Trip to New York City (2014)

A Trip to New York City (2014)

Neben meinen Hochzeiten schaffte ich es 2014 dann doch tatsächlich noch in den Urlaub. Und weil langweilig doof ist, suchten wir uns New York als neues Reiseziel aus. Ein Wagnis, denn Großstadtstress ist eigentlich nicht so meins... Auch wenn New York eine Herausforderung war, imposant ist es allemal. 

Irland 2013 - Tag 9+10: Cliffs of Moher, Clifden, Achil

Die berühmten Cliffs im mittleren Westen der Insel sind so oft fotografiert und dokumentiert, dass wohl kein Tourist an ihnen vorbei kommt - die Cliffs of Moher. Doch bevor wir diese Attraktion ansteuerten wollten wir zur Einstimmung den Loop Head befahren, der von Kilkee aus in Richtung Süden an der Küste vorbei führte. Auch dort gab es imposante und rauhe Cliffs - und das kostenlos. Im Grunde fragten wir uns, was die Cliffs of Moher uns darüber hinaus noch bieten könnten.

  

Loop Head, Kilkee

Loop Head, Kilkee

Loop Head, Kilkee

Kurzum: Was wir geboten bekamen war eine gigantische touristische Inszenierung. Ein Parkplatz in der Größe des Disneylands, ein Touristenzentrum mit überteuerten Souvinieren und gefühlte drei Milliarden Menschen auf einem Fleck. Wir fühlten uns nicht gerade wie einsame Entdecker.

Dennoch - die Cliffs of Moher sind imposant, das muss man ihnen lassen. Wenn man sich die gewaltigen Klippen anschaut, ohne vorher an anderen Stellen an der mittleren Westküste gewesen zu sein, dann kann das schon beeindrucken.

Cliffs of Moher

Cliffs of Moher

 

Doch das Ambiente stimmt nicht und die Masse an Menschen rechtfertigt nicht den hohen Preis, den man dafür zahlen muss. Uns hat der Loop Head deutlich besser gefallen. Dort hatte man das Gefühl, die Welt zu erkunden. Wir blieben also nicht allzu lang, spazierten ein wenig mit der Masse an den Klippen vorbei und schauten Teenies bei irrwitzigen Fotos möglichst nah am Abgrund zu. 

So schnell der Disneyland-Parkplatz vor uns aufgetaucht ist, so schnell verschwand er auch wieder. Und der Weg führte uns mitten in den Burren National Park - einer riesigen Steinwüste. Wenn jemand noch Steine sucht - dort wären noch ein paar zu finden. Steine hinter Steinen, soweit das Auge reicht – und kein Grün in Sicht. Ein sehr befremdlicher Anblick, im sonst so grünen Irland.

The Burren National Park

 

The Burren National Park

Und mitten in der Steinwüste findet sich sich der Poulnabrone Dolmen - ein fast 6000 Jahre altes Keilgrab aus Stein. Es lohnt sich ein kurzer Besuch auf dem Parkplatz. Bei viel Glück erwischt man, wie wir, einen Zeitpunkt zwischen zwei Touri-Bussen. Doch dies ist nicht von langer Dauer und man sollte es deshalb nutzen und genießen.

Poulnabrone Dolmen

Hinter der Steinwüste geht es durch Galway – einem der größeren Orte Irlands. Und anschließend, hinter der Bucht, wieder in Richtung Küste, wo man irgendwann zwangsläufig in Clifden landet. Dieser Ort ist ein kleines, niedliches Fischerdorf mit netten Pubs - und wieder ein guter Ausgangspunkt für diverse Ausflüge mit toller Aussicht. Dieser Teil des Landes ist jedoch weniger grün, als steinig und eher rauer. 

An diesem Abend checkten wir einen Pub, in dem zwei irische Musiker spielten - natürlich irische Volkslieder. John und Lol waren ganz cool und empfahlen mir, nach einem netten Gespräch, einen sieben Jahre alten irischen Jamesons, den ich prompt bestellte.

 

Clifden

Clifden

Die Musik war klasse, endete aber viel zu früh. Gegen zehn packten die beiden zusammen - draußen war es noch hell. Die Abschaffung der Sperrstunde hat sich wohl noch nicht in allen Teilen des Landes herum gesprochen.

Galway

Galway

Galway

In dem Pub entdeckte ich auch mein ganz persönliches Highlight. Einen waschechten alten Iren, der wankend und mit viel Spaß den Pub belustigte und dort offenbar recht bekannt war.

Da ich eh unbedingt ein Portrait eines Iren mit nach Hause nehmen wollte, sprach ich ihn irgendwann an. Nach einigem Smalltalk fragte ich, ob ich von ihm ein Portrait schießen darf, da ich unbedingt ein Foto eines waschechten Iren schießen wollte. Daraufhin fragte er „Where do you come from“? Und ich antwortete „Germany“. Darauf antwortete er im perfekten Deutsch „So kann man sich irren“ und grinste mich an. Da hatte ich an einem der entlegensten Flecken Irlands den wohl unscheinbarsten deutschen Iren gefunden.

Ich hakte das Erlebnis als lustige Anekdote ab, werde es so schnell nicht vergessen und habe natürlich trotzdem ein Foto von Jo, alias „Johannes“ geschossen.

 

Galway

Am nächsten Tag ging es weiter in den Norden. Mit kurzem Halt an der Kylemore Abbey, einem berühmten, aber überteuertem Kloster mit schönen Gärten. Das Wetter war allerdings an diesem Tag echt mies, weshalb wir uns das Geld sparten.

 

Kylemore Abbey

Wir machten durch den Regen an diesem Tag viele Kilometer und landeten letztlich auf der etwas unspektakulären Insel „Achil“. Dort fuhren wir bis zum Zipfel der Insel - leider mitten in eine Wohnwagensiedlung mit überteuerten Restaurants, was etwas schade war.

Achil Island

Achil Island

 Das Wetter auf Achil Island ließ uns nicht viele Möglichkeiten. Und so reichte es nur für eine kurze Besichtigung des dortigen alten „Deserted Village“, einem 200 Jahre alten Dorf mit Steinhäusern. 

Deserted Village, Achil

Was wird die letzte Etappe vor dem Kurzbesuch in Nordirland bringen? Und was erwartet uns am nördlichsten Teil Irlands? Noch zwei Berichte stehen aus. Dann geht es wieder nach Hause.

Irland 2013 - Tag 8: Von Killarney nach Kilkee

Nach dem unglaublich schönen Tag auf den südlichen Halbinseln lag die für mich spannendste noch vor uns. Im Vorfeld wurde meine Erwartungshaltung aufgrund von Erzählungen aufs Äußerste getrieben. Es war die Halbinsel Dingle, in die ich meine Hoffnung legte, mir den Atem zu rauben.

Doch es kam wie es kommen musste. Bisher eigentlich mit gutem Wetter gesegnet sah ausgerechnet dieser Tag alles andere als gut aus. Das Wetter kam mit Ansage und es hatte epische Ausmaße.

Dingle

Die Sichtweite betrug teilweise nur wenige Meter - Was wir von Dingle sehen konnten war im Grunde nichts. Meine Laune war auf dem Tiefstand, zumal wir im Zeitplan ein wenig zurück lagen und ich wusste, dass wir uns einen zweiten Tag in der Umgebung nicht leisten konnten. 

Ein Zwischenstopp am Lake Annascaul zeigte das Ausmaß des Verderbens.

Lake Annascaul

Aber wir hatten keine Alternative - wir mussten unseren Plan durchziehen, denn das hatten wir vor der Reise so beschlossen. Also war nur die Flucht nach vorn möglich. Und siehe da - mit jedem Meter, den wir zurücklegten wurde das Wetter etwas besser. 

Als wir in der Stadt Dingle ankamen war zumindest der Nebel weg und die Wolken brachen ab und an auf. Es reichte jedoch nicht, um uns mit einer Bootstour auf die Suche nach Funghi zu machen - dem Delfin, der es sich seit einiger Zeit in der Bucht von Dingle gemütlich macht.

Dingle

Wir beschlossen der Insel mehr Zeit zu widmen, da wir ahnten, dass sich das Wetter vielleicht wirklich noch verbessern könnte. Und das tat es. Als wir uns dem Kopf der Insel näherten war am Horizont bereits wieder blauer Himmel zu erkennen und ich konnte endlich wieder lachen.

Dingle

Dingle

Dort genehmigten wir uns dann erst einmal einen Kaffee in einem kleinen Café, in dem eine Frau Bilder rahmte. Sie hatte alle Zeit der Welt, unterbrach für uns ihre Arbeit, um uns einen gewohnt großen Pott Kaffee zuzubereiten, mit dem wir anschließend erst mal eine Zeit lang beschäftigt waren. In der Zeit rahmte sie eifrig weiter ihre Bilder. 

Dingle 

Dingle

Dingle - Dunmore Head 

Am Dunmore Head konnte man fast von Bombenwetter sprechen. Der Kopf der Insel mündet in einem kleinen Hügel, den wir als interessant und hoch genug empfanden um ihn besteigen zu wollen. Einige Meter später fanden wir uns jedoch an einem abgesperrten Bereich wieder und der Head selbst sollte wohl nicht bestiegen werden... Kurzum: Wir taten es trotzdem. Und wir waren nicht die Einzigen. Vor allem aber begleiteten uns wieder einige Schafe. 

Dingle - Dunmore Head

Der Blick von Oben belohnte den Aufwand mit einem 360-Grad-Rundumblick der besonderen Art. Wir blieben auch recht lang dort oben und genossen die Aussicht und den sich aufklarenden Himmel.

Dingle - Dunmore Head

Dingle - Dunmore Head

Dingle - Dunmore Head

Der Rückweg führte uns wieder nach Dingle und von dort wollten wir den legänderen Connor Pass befahren, der die Insel von Nord nach Süd durchfahren lässt. Dadurch verzichteten wir auf einen großen Teil der Insel, was der Pass selbst jedoch wieder gut machte. Erneut konnten wir Landschaften wie auf Gemälden mit den eigenen, ungläubigen Augen betrachten.

Connor Pass

Connor Pass

Connor Pass

Das Wetter blieb zum Glück relativ beständig. Zumindest war kein Nebel oder Regen mehr in Sicht. Doch ließen Probleme der organisatorischen Art den Tag letztlich so chaotisch enden, wie er begann. Eigentlich war der Plan mit der Fähre von Tabert nach Kilrush überzusetzen, damit wir uns den rund 2 Stunden langen Weg außen herum sparen konnten. Doch wir verpassten die Fähre um wenige Minunten. Das alleine war ärgerlich. 

Doch aus irgend einem höheren Grund fuhr die sonst halbstündig ablegende Fähre in der Stunde unserer Ankunft nicht. In dieser war dann eine Stunde lang Pause, statt 30 Minuten. Nun lohnte sich natürlich für den Preis von 20 EUR das Warten mal überhaupt nicht, wenn der Weg mit dem Auto nur eine halbe Stunde länger dauern würde. Also drehten wir um und umfuhren die 130 km lange Bucht für eine Fähre, die eine Strecke von 5km zurückgelegt hätte. 

So kamen wir letztlich etwas KO in Kilkee an. Und damit erreichten wir den etwas rauheren Teil der westlichen Seite. Die Zeit reichte gerade noch so aus, um nach dem Einchecken in unserem bisher schlechtesten B&B, noch zum West End zu fahren und im Sonnenuntergang die gewaltigen Cliffs zu bestaunen.

 

Kilkee Cliffs

Kilkee Cliffs

Kilkee Cliffs

Was erwartet uns an den berühmten Cliffs of Moher? Wo ist Irland gar nicht so grün? Und was passiert mir wohl, wenn ich einen waschechten Iren finde, der sich von mir portraitieren lassen will?

Irland 2013 - Tag 7: Von Bantry nach Killarney

Von Bantry aus hatten wir am Vortag die drei unteren Halbinseln fast vollständig umfahren können. Nun lag die größte und bekannteste der Halbinseln vor uns. Wir waren gespannt. Zum Einen, ob der Ring of Kerry seinen Ruf halten kann und zum anderen, wie schlimm es um den Tourismus steht. 

Doch zunächst gerieten wir wieder eher überraschend in eine der schönsten Ecken Irlands. Durch die Abkürzung an der Halbinsel Baera vorbei (welche wir ja am Vortag schon besucht haben), überquerten wir den Caha Pass. Dort führte der Weg hoch über die westlichen, irischen Berge und bot wieder einmal imposante Ausblicke. Wir merkten, dass uns diese Pässe in Irland mit am besten gefielen. Sie waren bisher stets ein Highlight.

Caha Pass

Caha Pass

Caha Pass

Caha Pass

Auf Google Street View (in Irland sehr detailliert) fiel mir diese Brücke auf, die ich unbedingt besuchen wollte. Sie war eines der Schmuckstücke, die man entdeckt, wenn man nicht immer die größten Straßen befährt, sondern auch mal abbiegt, wenn es scheinbar keinen Sinn macht. Sie war letztlich auch das Tor zum Ring of Kerry, der direkt in der der Brücke beginnt.

Kurz gesagt: Es ist okay. Der Ring of Kerry bietet nicht mehr oder bessere Ausblicke als die anderen Halbinseln. Die Straßen sind auch nicht besser ausgebaut, doch aufgrund der Zulassung für größere Fahrzeuge die am meist besuchteste Stelle der Insel. 

Die Zahl der Touribusse hielt sich jedoch in Grenzen. (Im Vergleich zu manch anderer irischer Sehenswürdigkeit).

Genug malerische Szenerie bietet auch der Ring of Kerry. Allerdings, wie auf dem Foto zu sehen, dann leider vermurkst, indem man Wohnmobile, an einer sonst eher karibisch angehauchten Bucht, parken lässt. Das tut dann einfach in der Seele weh.

 Durch seine Abwechslung in der Höhe bietet der Ring of Kerry an einigen Stellen mehr Tiefe. So wird Irland mit seinen vielen unterschiedlichen Grüntönen besonders in Szene gesetzt. 

Ring of Kerry

Ring of Kerry

Nachdem wir den Ring of Kerry umfahren hatten, landeten wir shcon recht früh am Tag am Tagesziel - dem Killarney National Park. Doch das hatte seinen Sinn, denn wir wollten in jedem Fall auch noch etwas Zeit in dem Park verbringen, spatzieren gehen und die Ruhe genießen. Leider sagte der Wetterbericht wieder Regen vorher, so dass wir uns etwas beeilen mussten, um noch genug Sonne vom Tag zu kriegen. 

In mir kam gleichzeitig ein wenig Groll auf, denn für den nächsten Tag stand eigentlich mein Highlight auf dem Programm. Die Halbinsel Dingle. Doch im Regen würde sie wohl nicht den besten Eindruck machen und so machte ich mir Sorgen wohl das Beste verpassen zu müssen.

Killarney Nation Park - Friars Glen B&B

Wir erreichten Killarney und suchten uns im südlichen Teil, fern ab vom Tourismus, ein tolles B&B. Es war hart an unserer finanziellen Schmerzgrenze, doch die Abgeschiedenheit und Ruhe, sowie der strategische gute Startplatz für den Besuch des Nationalparks war sein Geld allemal wert. 

Und so starteten wir, nach einer kurzen Einweisung unserer Gastmutter den rund eine Stunde langen Rundweg, wie sie meinte. Die erste Station sollte ein Wasserfall sein. 

Wie immer, wenn man einen Wasserfall sucht und ihn nicht sieht, hört man ihn scheinbar ständig. „Irgendwo da hinten“ rauscht es immer. Mal stärker, mal schwächer. Und so liefen wir ca. 45 Minuten, was uns seltsam vorkam, denn wir wechselten nicht die Richtung und der gesamte Weg sollte ja schließlich nur eine Stunde dauern. Entweder wir hatten uns verlaufen, oder die Iren wandern grundsätzlich nur mit Düsenantrieb.

Killarney National Park

Letztlich fanden wir ihn und er war zum Glück einer der schönen Sorte. Der Weg hatte sich also schon mal gelohnt. Doch wie ging es nun weiter? Und vor allem wo? Die Dame im B&B hatte doch nur von einer Stunde gesprochen. Und ihre Aufzeichnungen auf der Karte machten uns auch nicht schlauer. 

Irgendwie entschieden wir uns dann mit Hilfe von GPS und iPhone für eine nicht ganz so lang aussehenden Route... Vorbei am See zum Muckross Haus. Dort hatten wir einen traumhaften Blick auf den See und ich kam aus dem Fotografieren nicht mehr heraus.

Killarney National Park

Killarney National Park

Killarney National Park

Killarney National Park

Letztlich besuchten wir noch die Muckross Abbey - wieder eine alte, 700 Jahre alte Abtei, mitten in einem Friedhof. Ein Ort, den man Nachts eher nicht besucht. Imposant war vor allem der Kreuzgang, ein quadratisch angelegter Gang, in dessen Mitte eine große Eibe steht.

Muckross Abbey

Muckross Abbey

Muckross Abbey

Die Halbinsel Dingle gilt als schönster Fleck Irlands. Was erwartet uns am schönsten Teil der Insel? Was macht man, wenn man eine Fähre nur knapp verpasst? Warten oder selbst losfahren? All das im nächsten Teil der Reise. Wir nähern uns der Halbzeit.