Wie Lerne ich Dis­zi­plin? 10 Stra­te­gien, die hel­fen

Jeden Tag ste­hen uns nur 24 Stun­den zur Ver­fü­gung. 1/3 davon schla­fen wir. Die meis­ten arbei­ten wie­derum 1/3 der Zeit, so dass für Frei­zeit, Haus­ar­beit und andere Tätig­kei­ten das letzte Drit­tel übrig bleibt. Doch diese Auf­tei­lung wird wohl bei kaum einem Men­schen wirk­lich stim­men. Stu­dien (1) zufolge kom­men 1/4 der Deut­schen auf nicht mal 6 Stun­den Schlaf. Eigent­lich blöd, denn wir arbei­ten nicht mal län­ger. Die Zahl der Über­stun­den ist seit Jah­ren rück­fäl­lig (2). Na gut… irgendwo muss die Zeit fürs Strea­ming-TV ja her­kom­men… Aber wie lerne ich das zu ändern? Wie lerne ich Dis­zi­plin? Immer­hin scheint es, als wäre ein dis­zi­pli­nier­ter Tages­ab­lauf der Schlüs­sel zum Erfolg.

Wenn du selb­stän­dig bist, dann kan­ni­ba­li­sie­ren sich deine Tätig­kei­ten stän­dig gegen­sei­tig. Zu lan­ger Schlaf raubt dir Arbeits­zeit. Zu viel Arbeits­zeit raubt dir Frei­zeit. Darum sind wie Selb­stän­di­gen auch stän­dig gefor­dert dis­zi­pli­niert zu arbei­ten. Wenn dir beim Lesen der Stra­te­gien die Frage in den Sinn kommt, wie aber finde ich dabei zu mir selbst — dann werde ich am Ende des Arti­kels auch hierzu eine Brü­cke schla­gen.

Wenn du dich also häu­fig dabei erwischst, wie du Auf­ga­ben Schlei­fen lässt, dann habe ich hier ein paar Stra­te­gien, die ich dir gern an die Hand geben möchte. 10 Stra­te­gien, wie du dei­nen Tag opti­mal orga­ni­sierst.

ALLE davon setze ich selbst so ein. Mal här­ter, mal wei­cher. Je nach­dem, wel­che Pro­jekte gerade anste­hen. Also — wie lerne ich Dis­zi­plin? Hier kommt deine Stra­te­gien::

1. Schaffe Ver­bind­lich­kei­ten

Zu aller­erst soll­test du alles, was zu erle­di­gen ist ver­schrift­li­chen. Das kannst du digi­tal oder klas­sisch mit Papier und Stift machen, je nach dem was dir eher liegt. Ich per­sön­lich bevor­zuge die digi­tale Form da ich auf diese Art und Weise auch Benach­rich­ti­gun­gen über meine Tages­ord­nungs­punkte erhalte. Außer­dem ist es auch ein­fa­cher, wenn ein Ter­min mal ver­scho­ben wer­den muss. Sol­che To-Do Lis­ten hel­fen nicht nur wich­tige Auf­ga­ben nicht zu ver­ges­sen, son­dern moti­vie­ren zudem auch noch, da sie dich ver­pflich­ten. Was du auf­schreibst kannst du nicht unter dem Tisch fal­len las­sen.

Plane zwi­schen den ver­schie­de­nen Auf­ga­ben immer einen Puf­fer ein. Unver­hofft kommt ja bekannt­lich oft. So ver­mei­dest du unnö­ti­gen Stress und bist pro­duk­ti­ver.

2. Prio­ri­siere deine Tasks

Wich­tig ist, dass du Prio­ri­tä­ten setzt. Jeder tickt etwas anders. Des­halb rate ich dir, die wich­tigs­ten Auf­ga­ben zu den Zei­ten zu pla­nen an denen du am leis­tungs­fä­higs­ten bist. Da sind wir Men­schen wirk­lich kom­plett unter­schied­lich. Die Einen sind eher mor­gens auf ihrem Leis­tungs­hö­he­punkt, andere mit­tags und man­che lau­fen erst gegen Nach­mit­tag rich­tig warm. Bei Auf­ga­ben mit hoher Prio­ri­tät soll­test Du zeit­lich ent­spre­chend mehr Puf­fer ein­pla­nen. Emp­feh­lens­wert sind drei Prio­ri­täts­stu­fen. Die Auf­ga­ben der höchs­ten und damit der wich­tigs­ten Stufe sind jene, die auf jeden Fall erle­digt wer­den müs­sen. Egal was kom­men mag. Ich emp­fehle dar­über hin­aus auch soge­nannte Pain-Points. Je unan­ge­neh­mer eine Auf­gabe ist, desto mehr Pein-Punkte bekommt sie und muss ent­spre­chend frü­her aus der Welt geschafft wer­den. Bei mir ist das z.B. meine geliebte Buch­hal­tung.

3. Erstelle Rou­ti­nen

Auf­ga­ben, die du wie­der­keh­rend erle­di­gen musst, wie zum Bei­spiel dei­nen E‑Mail-Ein­gang che­cken, Bestel­lun­gen auf­ge­ben oder Ter­mine ver­ein­ba­ren, soll­test du in einer Rou­tine ein­bauen. Zeit­lich setzt du diese Auf­ga­ben am bes­ten zwi­schen die Tasks mit hoher Prio. So ent­spannst Du zwi­schen drin immer mal wie­der und bist im Anschluss leis­tungs­fä­hi­ger. Für Rou­ti­nen gibt es einige tolle Apps, wie Pro­duc­tive oder Today.

4. Fokus­siere dich

Lass das Mul­ti­tas­king. Das zehrt nur an Zeit und Ner­ven. Außer­dem machst Du dadurch mehr Feh­ler. Und diese zu behe­ben kos­tet was? Zeit! Was ist Zeit? Geld! (Zumin­dest in der Arbeits­welt). Es ist längst wis­sen­schaft­lich belegt, dass die Vor­teile beim Sin­gle-Tas­king deut­lich über­wie­gen (3).

5. Setze Dead­lines

Setze für deine Auf­ga­ben Dead­lines. Ansons­ten wirst du unbe­wusst vor dich her trö­deln. Womit wir wie­der bei Zeit­ver­schwen­dung wären. Natür­lich sollst Du auf­grund dei­ner Dead­lines keine hal­ben Sachen machen. Des­halb haben wir ja auch im Zeit­plan für die Auf­ga­ben mit hoher Prio­ri­tät hin­ten her­aus mehr Zeit, falls die Auf­gabe schwe­rer zu erle­di­gen ist als erwar­tet. Unver­hofft mehr Zeit zu benö­ti­gen ist ein klei­ne­res Pro­blem, als die Auf­gabe zu spät zu begin­nen.

6. Achte auf deine Pau­sen- und Ernäh­rungs­pla­nung

Pau­sen sind sehr wich­tig und diese soll­test du auch groß­zü­gig vor­pla­nen. Du soll­test aber kei­nes­falls deine Pau­sen­zeit damit ver­schwen­den um her­aus­zu­fin­den was du Essen sollst. Ergo soll­test du direkt beim Pla­nen dei­ner Pau­sen auch ein­pla­nen was du Essen möch­test (oder wo du in dei­nen Pau­sen Essen gehen möch­test).

7. Iso­liere dich!

Ver­su­che dir einen mög­lichst ablen­kungs­freien Arbeits­platz zu schaf­fen. Schalte Benach­rich­ti­gun­gen von Face­book & Co aus. Wenn du in einem Groß­raum­büro sitzt, kannst du bei­spiels­weise Musik mit dei­nen Kopf­hö­rern hören. Noch bes­ser sind Noise-Can­cel­ling-Kopf­hö­rer. Richte dir, wenn mög­lich, Sprech­zei­ten ein. So wirst du beim Erle­di­gen von Auf­ga­ben mit hoher Prio­ri­tät nicht stän­dig unter­bro­chen und bleibst im Arbeits­flow. Deine Mit­men­schen wer­den es dir dan­ken und Ver­ständ­nis zei­gen.

8. Sag NEIN!

Du kannst nicht immer für jeden alles erle­di­gen. Wenn du gerade an Auf­ga­ben mit hoher Prio­ri­tät sitzt und jemand bit­tet dich um Hilfe, sag nein! Biete deine Hilfe für spä­ter an. Erkläre der Per­son das du gerade an einer sehr wich­ti­gen Auf­gabe arbei­test und deine gesamte Kon­zen­tra­tion dafür auf­brin­gen musst. Über­for­dere dich selbst nicht in dem du alle mög­li­chen Auf­ga­ben annimmst. Kenne dein Pen­sum, sonst lei­det frü­her oder spä­ter dein Kör­per mit.

9. Suche Unter­stüt­zung

Wenn du dein eige­ner Chef bist, die Geschäfte gut lau­fen und immer mehr Auf­träge ins Haus kom­men, orga­ni­siere dir Unter­stüt­zung. Ver­such Auf­ga­ben mit weni­ger Prio­ri­tät abzu­ge­ben bzw. aus­zu­la­gern. Wenn du beden­ken wegen den Lohn­kos­ten hast, dann kannst du zum Bei­spiel vir­tu­elle Assis­ten­ten nut­zen. Ich selbst arbeite erfolg­reich mit Strandschicht.de. Alter­na­ti­ven sind my-vpa.com oder fernarbeit.net. Auf diese Weise kannst du dich auf die wirk­lich wich­ti­gen Auf­ga­ben kon­zen­trie­ren und dei­nen Kun­den die best­mög­li­che Leis­tung erbrin­gen.

10. Schalte ab und erhole dich aus­rei­chend!

Bevor du Fei­er­abend machst, geh deine To-Do Liste durch. Strei­che alles was Du erle­digt hast, und mach deine Liste für den nächs­ten Tag. Berei­nige anschlie­ßend dein E‑Mail-Post­fach. So ver­lierst Du den Über­blick nicht und musst dich am am nächs­ten Mor­gen nicht erst neu sor­tie­ren. Und wenn du alles erle­digt hast, schalte ein­fach ab – im Kopf. Lass die Arbeit ruhen und bis zum nächs­ten Tag war­ten. Ich weiß, dass das nicht immer geht — gerade als Selb­stän­di­ger. Und das ist auch okay.

Gib dich dei­nem Pri­vat­le­ben hin und genieße deine Frei­zeit. Und zu gu­ter Letzt: Schlafe aus­rei­chend. Also mehr als die von Wis­sen­schaft­lern min­des­tens emp­foh­le­nen 6 Stun­den.

Bei all den Tipps — Wie aber finde ich dabei zu mir selbst?

Die Tipps und Stra­te­gien kom­men dir befremd­lich vor? Keine Sorge, das ist völ­lig nor­mal, wenn es darum geht signi­fi­kante Ände­run­gen in dein Leben zu brin­gen. Aber wenn du wirk­lich Dis­zi­plin ler­nen möch­test und dich in Zukunft noch stär­ker fokus­sie­ren willst, dann soll­test du dafür sor­gen, dass diese Stra­te­gien dein neues Selbst wer­den. Der Weg zum Erfolg ist nicht ein­fach, aber ste­tig.

Es geht also weni­ger um die Frage wie du dich fin­den kannst, als WANN. Je schnel­ler du voran kommst, je mehr du aus­pro­bierst, je mehr du tes­test, desto schnel­ler wirst du das fin­den, was du liebst und glück­li­cher wer­den. Und letzt­lich geht es uns als Selb­stän­dige und freie Den­ker ja genau darum.

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